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Sanitäter fuer Ruanda

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In Österreich kommt die Rettung innerhalb weniger Minuten zum Unfallort. In Ruanda werden Verletzte  häufig von Verwandten mit dem Fahrrad zur nächsten Gesundheitsstation gebracht. Bis die Rettung eintrifft kann es bis zu fünf Stunden dauern. Für eine bessere Versorgung sorgen ab sofort die allerersten Rettungssantitäter des  Landes. 

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25 Jahre nach dem Bürgerkrieg befindet sich Ruanda im Aufschwung. Die Wirtschaft boomt. Mehr als 90 Prozent der 11,8 Millionen Einwohner sind krankenversichert. Doch im Gesundheitsbereich gibt es noch großen Aufholbedarf. 
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Vor allem ein funktionierendes Rettungswesen fehlt. Zwar betreiben Krankenhäuser und der Staat Rettungsautos, diese sind jedoch nur notdürftig ausgestattet. Werden im Notfall wichtige Medikamente benötigt, muss unterwegs bei einer Apotheke gestoppt werden. Wenn überhaupt medizinisches Personal an Bord ist. Die meisten Autos sind nur durch Fahrer, die nicht einmal einen Erste-Hilfe-Kurs haben, besetzt. Grund dafür ist der Fachpersonal-Mangel. Fahren Krankenschwestern im Rettungswagen mit, fehlen sie im Krankenhaus. 
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Das Ruandische Rote Kreuz baut daher einen Rettungsdienst mit Sanitätern auf - einen Beruf den es in Ruanda bis jetzt nicht gab. Sogar eine eigene Ausbildung musste entwickelt werden - Vorbild war die Rettungssanitäterausbildung aus Österreich, die an die lokalen Anforderungen angepasst wurde. Die ersten 18 Absolventen sind bereits seit Mai im Einsatz. 
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Einer von Ihnen ist der 29-jährige Tito Niyindagije, der vor seiner Ausbildung zum Rettungssanitäter als Fahrer für ein Krankenhaus tätig war. "Ich bin froh, dass ich  die Patienten jetzt auch professionell versorgen kann", erzählt er. Auch die Ausstattung der Autos habe sich verbessert.


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Von der Schaufeltrage mit Vakummatraze, einem EKG bis hin zum Defibrillator. Die neuen Rettungswagen des Ruandischen Roten Kreuzes sind mit allem Nötigen ausgestattet. Auch Notfallmedikamente haben die frischgebackenen Sanitäter immer mit an Bord.  
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Das wichtigste Werkzeug der Crew ist  ihr medizinisches Wissen. Ein halbes Jahr lang dauerte die theoretische und praktische Ausbildung. Auf dem Lehrplan standen unter anderem Wiederbelebung, Anatomie, Pharmakologie, Gynäkologie und ein Praktikum im Krankenhaus. 
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Viele Vortragende und Ausbildner kommen aus Österreich. So auch die 26-jährige Grazerin Rebecca Thomas. Im Frühjahr begleitete sie ein Monat lang die angehenden Sanitäter bei ihren ersten Ausfahrten im Rettungsfahrzeug. "Die Kollegen sind top motiviert und ausgebildet", berichtet sie. 
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Selbst ein Fahrsicherheitstraining war  wichtiger Teil der 1.200-stündigen Ausbildung. Die staubigen Straßen sind teilweise voller Schlaglöcher und lassen manchmal nur Geschwindigkeiten von 20 km/h zu. In Städten erschweren die verstopften Straßen die Anfahrt. Die langen Wege sind mit ein Grund weshalb viele Kinder im Rettungsauto das Licht der Welt erblicken. 

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Neben Verkehrsunfällen gibt es viele gynäkologische Notfälle zu denen die Sanitäter gerufen werden. So auch Sanitäterin Gisele Tuyishimine, die sich an ihre erste Geburt im Dienst noch besonders erinnert. "Als das Baby zu trinken begann und ich wusste, dass es der Mutter gut geht, war ich so glücklich diesen Beruf zu machen. Ich bin stolz Rettungssanitäterin zu sein", sagt die 31-Jährige, die selbst Mutter ist. 

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Künftig wird es noch mehr Sanitäter wie Gisele Tuyishimire und Tito Niyindagie geben. In den nächsten Jahren werden vom Ruandischen Roten Kreuz mit  Unterstützung des Österreichischen Roten Kreuzes, des Steirischen Roten Kreuzes, des Belgischen Roten Kreuzes und der Else Kröner-Fresenius-Stiftung insgesamt 80 Sanitäter ausgebildet. Das Interesse ist groß - alleine für den ersten Lehrgang gab es über 1000 Bewerber. 

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Liebe Grüße aus Ruanda!
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