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Los geht's

Wenn in Osh die Erde bebt

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Kirgistan ist stark von Naturkatastrophen betroffen:
Im Süden des Landes leben rund eine Million Menschen in einer seismisch aktiven Zone.

In der Stadt Osh gab es 2008, 2011 und 2015 starke Erdbeben – und Chaos brach aus. Seit sowjetischen Zeiten war in der Katastrophenvorsorge nichts passiert und die Sirenen rosteten vor sich hin.

Mit Unterstützung des Österreichischen Roten Kreuzes hat der Kirgisische Rote Halbmond begonnen, das zu ändern.

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Heute ist kein normaler Tag in der Lenin-Schule Nummer 10: Eine Katastrophenübung steht auf dem Programm.

Die Kinder freuen sich schon darauf allen zu zeigen, was sie im Notfall so alles drauf haben.

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Besonders wichtig bei der großen Übung: das Augenmerk auf erste Hilfe – und das Zusammenspiel mit der Feuerwehr und anderen Behörden.

Zum ersten Mal wird das im städtischen Umfeld geübt.
Dazu wurden lokale Disaster-Management-Komitees in drei Gemeinden gegründet, die im Fall einer Katastrophe als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Für alle Beteiligten sind die verbesserten Abläufe etwas Neues.

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Walter Hajek, Leiter des Bereichs Internationale Zusammenarbeit, ist beeindruckt von den Ergebnissen. In der Stadt sind mehr als 20 Schulen beteiligt.

Seit 2014 engagiert sich das Österreichische Rote Kreuz mit bilateralen Projekten und unterstützt den Kirgisischen Roten Halbmond mit Know-how, der Entwicklung von Projekten und finanziellen Mitteln.

Die gesamte Unterstützung beläuft sich auf etwa 100.000 Euro pro Jahr. Keine große Summe?

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Das Dorf Chaichi, vier Autostunden außerhalb der Stadt, war im Beben von 2015 weitgehend zerstört worden.

Fast 200 Häuser stürzten in sich zusammen. Die meisten konnten dank der Unterstützung des Roten Halbmondes nach neuen, erdbebensicheren Vorschriften wieder aufgebaut werden.

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Dem 61-jährigen Ermamat Abytor fielen bei dem Unglück vor drei Jahren Ziegel auf den Kopf und sein Ohr wurde verletzt. Seitdem hört er schlecht.

„Die Kinder haben immer noch Angst“, sagt er. „Ich beruhige sie dann. Gott sei Dank ist das Haus nicht mehr so schwach.“ Die Mauern sind mit Stahlstreben verstärkt worden.

Er wohnt hier mit zwei Enkelkindern. Ihre Mutter ist in Russland ist und schickt Geld nach Hause. Von sechs Millionen Kirgisen arbeitet eine Million im Ausland.

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Zu Beginn des Programms zur Katastrophenvorsorge, erinnert sich Azamat Sabirov, Direktor der Zweigstelle Osh des kirgisischen Roten Halbmondes, hätten die Menschen gefragt, warum sie Erste Hilfe-Kurse machen sollen und was das überhaupt bringt.

Dann haben sie von sich aus um mehr Kurse gebeten.

Jetzt sind die Notfall-Teams bereit – und durch den neuen Ansatz, sich auf Katastrophen vorzubereiten, ändert sich auch die Einstellung der Menschen, erklärt Sabirov.

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Das Österreichische Rote Kreuz will den Schwerpunkt der Katastrophenvorsorge in Zentralasien ausbauen und auch den Kirgisischen Roten Halbmond weiter unterstützen.

Möglich wird das auch durch Ihre Spende.
Herzlichen Dank dafür!

IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
Kennwort: Katastrophenhilfe

www.roteskreuz.at/spenden

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