Hinweis

Für dieses multimediale Reportage-Format nutzen wir neben Texten und Fotos auch Audios und Videos. Daher sollten die Lautsprecher des Systems eingeschaltet sein.

Mit dem Mausrad oder den Pfeiltasten auf der Tastatur wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Durch Wischen wird die jeweils nächste Kapitelseite aufgerufen.

Los geht's

ein-Tag-im-Feldspital

Logo http://stories.roteskreuz.at/ein-tag-im-feldspital?fbclid=IwAR35rBM4KhdzFXp0hD3DLs3I9T_PGT1MEwqIaUAlDemu-jOS54r2nC3ZU6Y

Geburten und Operationen finden im Zelt statt, Strom kommt aus dem Generator, für die Verständigung mit den Patienten gibt es Dolmetscher. Das ist Alltag im Feldspital des Roten Kreuzes. Unter den Mitarbeitern sind auch vier Österreicher, die dafür sorgen, dass bis zu 140 Patienten täglich behandelt werden können.

Zum Anfang

Notdürftig befestigte Hütten aus Plastikplanen, die bis zum Horizont reichen. Das ist das größte Flüchtlingscamp der Welt in Cox's Bazar, Bangladesch. Mehr als eine Million Menschen leben hier auf engstem Raum - sie flohen vor Verfolgung aus dem benachbarten Myanmar. Einige sind seit Jahren hier. 

Zum Anfang

Den Menschen fehlt es an allem: Nahrung, sauberes Wasser und medizinische Versorgung. Hilfe kommt vom Österreichischen Roten Kreuz, das dieses Jahr 25 Delegierte entsendet.

Zum Anfang

Die 50-jährige Josefa Fasching ist eine von vier Österreichern im Feldspital. "Fast jeden Dienst gibt es eine Geburt", sagt sie. Fünf Wochen verbringt sie hier in "Rubber Garden" wie das Krankenhausareal wegen seiner Lage in einer Kautschukplantage von den Mitarbeitern auch genannt wird. Mehr als 500 Babies haben hier bereits das Licht der Welt erblickt.

Zum Anfang

Zum Anfang

"Wir machen viele Kaiserschnitte. Das ist oft die einzige Möglichkeit, um Mutter und Kind das Leben zu retten", erzählt Josefa Fasching. In manchen Fällen vergeht zu viel Zeit bis die werdenden Mütter ins Krankenhaus gebracht werden. "Nach zwei bis drei Tagen Wehen sind die Frauen in einem schlechten Zustand. Dann können wir nicht mehr viel tun. Einige Babies schaffen es nicht", erzählt die selbstständige Hebamme aus Oberösterreich.

Zum Anfang











Umso schöner sind die Momente wenn es Mutter und Kind gut geht. In vielen Ländern ist das keine Selbstverständlichkeit. Das ist der Grund für Josefas Einsatz. "Mir ist wichtig, dass Frauen in Würde und Sicherheit entbinden können", sagt sie.

Zum Anfang

Es gibt keinen Notfall, den die Ärzte des Feldspitals nicht versorgen können. Viele Patienten kommen von kleineren Krankenstationen. Denn das Feldspital ist die einzige medizinische Einrichtung im Flüchtlingscamp mit OP-Saal und Röntgengerät, das rund um die Uhr geöffnet hat. Neben der Geburtenstation gibt es ein Labor, eine Kinder-, Frauen- und Männerabteilung. Eröffnet wurde das Feldspital im Oktober 2017 vom Finnischen und Norwegischen Roten Kreuz.




Zum Anfang

Vor allem Patienten mit schweren Verletzungen werden hier behandelt und operiert. Die zwei OP-Zelte sind für elf Wochen auch der Arbeitsplatz von Günter Kittel. Der gebürtige Wiener Neudorfer war bereits mehrfach im Ausland im Einsatz, unter anderem in Nepal, Kenia und den Salomoninseln.  

Zum Anfang






Viele Patienten kommen nach Verkehrsunfällen zu ihm. Zu schweren Verletzungen führen auch Zusammenstöße zwischen Mensch und Elefant, die immer wieder vorkommen, da sich das Flüchtlingslager in einem ehemaligen Naturschutzgebiet befindet.

Zum Anfang

Nicht nur um medizinische Notfälle kümmern sich Österreicher - auch um technische. Dann sind Technikerin Anja Pfeifer-Maier und IT-Spezialist Robert Wittek zur Stelle.  "Wenn um drei Uhr früh im Kreißsaal das Licht ausgeht, funke ich einfach Anja an", erzählt Josefa Fasching. Das passiert äußerst selten, da die krankenhauseigene Wasser- und Stromversorgung regelmäßig gewartet wird.

Zum Anfang

Ingenieurin Anja Pfeifer-Maier leitet ein 20-köpfiges Techniker-Team. Sie sind zur Stelle wenn es einen Wasserrohrbruch, technische Probleme oder ein Loch im Zelt gibt. Jeden Morgen um 06:00 beginnt ihr Tag mit der Überprüfung der Krankenhauseigenen Wassertanks. Über 30.000 Liter sauberes Trinkwasser produzieren die Grazerin und ihr Team täglich für die Patienten und Mitarbeiter des Feldspitals.

Zum Anfang

Damit der Krankenhausbetrieb störungsfrei funktioniert, werden alle technischen und medizinischen Geräte regelmäßig gewartet. Eine Aufgabe, die der 25-jährige Wiener Robert Wittek übernimmt. Der Informatiker kümmert sich auch um die IT-Infrastruktur.

Zum Anfang

Ein langer Tag im Feldspital neigt sich dem Ende zu. Für die vier Österreicher endet er so, wie er begonnen hat: im Zelt. An Schlaf ist dabei nicht immer zu denken. Auch in der Nacht haben sie manchmal Bereitschaftsdienst, kümmern sich um Patienten und Technik. 

Zum Anfang
Zum Anfang

Zum Anfang

Zum Anfang
Scrollen, um weiterzulesen
Wischen, um Text einzublenden