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Bilanz der Menschlichkeit 2018

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Wir sind das Rote Kreuz – und überzeugen durch Menschlichkeit. Wir fragen nicht nach Herkunft, Religion oder politischer Einstellung, oder ob eine Notsituation  selbstverschuldet ist oder nicht. Wir handeln neutral.

Menschen machen den Unterschied, die in einem Flüchtlingscamp in Bangladesch helfen, ihre Stammzellen spenden, als Sozialbegleiterinnen Hilfe zur Selbsthilfe geben oder im Suchdienst anderen helfen, ihre Liebsten wiederzufinden.

Menschlichkeit bringt allen was. Das ist unsere Bilanz.
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Mitarbeiter_innen

2018 war ein Jahr, in dem wir viel bewegen konnten.
Mit „wir“ meine ich nicht nur die 8.613 hauptberuflichen Mitarbeiter_innen oder die 4.341 Zivildienstleistenden, die wertvolle Arbeit für eine solidarische Gesellschaft verrichten, sondern besonders die 71.952 Freiwilligen. Sie sorgen jeden Tag dafür, dass es Menschen besser geht.
Wir alle sind das Rote Kreuz.
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Ein neues Netz der Sicherheit

Ein Sonntag im August. Die Sonne strahlt und Max Zösmayr, seine Frau und die Hunde wollen spazieren gehen. Raus aus dem Zentrum von Innsbruck, ins Grüne. Sie lachen, die Hunde sind aufgeregt. Im Stiegenhaus schrillt das Handy. Lebensretter_innen-Alarm! In der Nähe ist jemand mit Herz-Kreislauf-Stillstand zusammengebrochen und die Team Österreich Lebensretter App ruft Max zu Hilfe. Er überlegt nicht lange, meldet sich als verfügbar; sieht am Handy, wo er hin muss, und läuft los. Es ist 12 Uhr und 13 Minuten.


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Jedes Jahr erleiden in Österreich rund 10.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand, und in 90 Prozent der Fälle ist niemand da, um innerhalb der ersten 3 bis 4 Minuten mit einer Herzdruckmassage zu beginnen. Menschen wie Max tragen dazu bei, das zu ändern und das Netz der Hilfe noch dichter zu spannen. Auch mit anderen Innovationen hilft das Rote Kreuz, Österreich noch sicherer zu machen. Max läuft in eine nahe gelegene Einkaufsstraße. Der ehrenamtliche Sanitäter – er arbeitet in der Verwaltung beim Roten Kreuz Innsbruck – hilft gerne, das war schon immer so.

Aber nicht nur Fachleute wie er – jeder kann sich als Lebensretter_in registrieren lassen, sofern der letzte 16-stündige Erste-Hilfe-Kurs oder eine Auffrischung nicht länger als zwei Jahre her ist. Um eine Herzdruckmassage zu leisten, muss man nicht Mediziner sein: Es ist einfach und man kann nichts falsch machen.

Um 12 Uhr 16 ist Max am Einsatzort, noch vor der Rettung. Ein Mann Anfang 60 liegt vor einem Lokal auf dem Gehsteig. Der Notarzt ist schon da. „Hallo“, sagt Max. „Ich kann helfen.“ Die Kollegen sind kurz überrascht und froh, dass er Hilfe anbietet. Sie wechseln sich beim Anwenden der lebensrettenden Sofortmaßnahmen ab. Max hält die Atemwege des Mannes frei. Passant_innen helfen mit Decken, den Patienten vor neugierigen Blicken zu schützen.
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„Jede Minute, die wir durch zusätzliche Helfer_Innen gewinnen, ist für Patienten ein Riesenvorteil“,  sagt Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes. Deshalb setzt das Rote Kreuz auf Extra-Hilfe aus der Nachbarschaft. In Tirol, Niederösterreich, Burgenland und Wien sind bereits Team Österreich Lebensretter registriert. Bald wird das Projekt auf Oberösterreich und Salzburg ausgeweitet. Bisher gab es 2.765 Alarmierungen und 196 Einsätze – dabei waren 11 Reanimationen erfolgreich. „Dafür, dass wir erst vergangenes Jahr richtig gestartet sind, ein toller Erfolg“, sagt Foitik.

Wer mitmachen will, registriert sich vorher mit seiner E-Mail-Adresse und Handynummer beim Team Österreich. Die Registrierung ist im Web oder über die Team Österreich App möglich. Über diese können User auch mit dem Smartphone helfen: Indem man zum Beispiel Infos sammelt, die für Einsatzkräfte wichtig sind. Bei Unwettern oder Katastrophen liefert die App schnelle und verlässliche Informationen zu definierten Orten. Eine dritte Funktion sind Tipps, die auf Notlagen vorbereiten -  damit man für einen Stromausfall vorgesorgt hat.
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„Bestens vorbereitet zu sein, rechtzeitig gewarnt zu werden und aktiv zu helfen: Dass das nun alles in die Hosentasche passt, ist großartig“, sagt Foitik. Die Digitalisierung werde weitere Innovationen mit sich bringen. Es ist denkbar, dass eines Tages – wenn genügend Daten vorhanden sind – Patient_innen vor gesundheitlichen Notfällen gewarnt werden können, bevor diese passieren. Drohnen werden Hilfseinsätze aus der Luft unterstützen und Tele-Medizin neue Formen der Unterstützung in der Pflege eröffnen.

Max denkt derweil an das Hier und Jetzt. Am Ende seines Einsatzes atmet der Patient wieder selbständig. Dank des Engagements aller Beteiligten hat er überlebt. Oft kommt Max als Sanitäter zu Einsatzorten, an denen Laien bereits jemanden reanimieren. „Die meisten sehen es sehr positiv, dass sie einmal wirklich helfen und ihr Wissen aus Erste- Hilfe-Kursen anwenden konnten.“ Den Sonntag lässt Max ruhig ausklingen. Es ist schon Abend geworden, als er dann doch noch zu seinem Spaziergang kommt. Dafür hat er einem Menschen das Leben gerettet.
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Stammzellenspende

Werner Kristufek wird diesen Tag nie vergessen. Jenen Tag im Juni 2012, als bei ihm Blutkrebs festgestellt wurde. „Die Diagnose war ein Weltuntergang für mich“, erzählt der HTL-Professor und Unternehmensberater. „Ich bin in ein tiefes Loch gefallen."  Unter Blutkrebs versteht man bösartige Erkrankungen des Knochenmarks bzw. des blutbildenden Systems, wie Leukämie. Jeden Tag erkranken drei Menschen in Österreich daran. Kinder und Jugendliche sind häufig betroffen.
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Werner Kristufek hatte eine Hoffnung. Eine Stammzelltransplantation könnte sein Weiterleben nachhaltig sichern. Doch die Durchführbarkeit einer solchen Transplantation war alles andere als gesichert. Trotz weltweiter Suche finden zwei von zehn Patient_innen keine passende Person für eine Stammzellspende. Werner Kristufek hatte Glück. Ein passender Spender war Wochen später gefunden, und die Transplantation wurde durchgeführt.

Ein Bild aus dieser Zeit hat Werner bis heute vor Augen:
„Ich liege im Krankenhausbett und blase zwei
Kerzen aus. Das war am 22. März 2013. Da hab ich
meine neuen Stammzellen bekommen. Das war mein
zweiter Geburtstag.“
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Nach der gesetzlichen Frist nahm Werner Kristufek mit Spender Thomas Posch Kontakt auf und  feierte seinen zweiten Geburtstag mit ihm.

„Ich habe das Gefühl, Thomas steht mir näher als viele andere. Daher möchte ich meinen zweiten Geburtstag auch in Zukunft mit ihm feiern“, sagt Werner Kristufek und ruft zur Registrierung als Stammzellpender_in auf: „Die Registrierung mittels Wangenabstrich ist simpel und geht schnell. Stammzellen zu spenden kostet so wenig und bringt so viel.“

www.roteskreuz.at/stammzellen
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Sozialbegleiterin

Es war an einem Nachmittag in Graz. Als sich Irmgard Rossoll und Herr G. das erste Mal trafen, wirkte er freundlich, aber sehr zurückhaltend und unsicher. Ein junger Mann von 40 Jahren, der in Wien studiert hatte und arbeitslos war. Nach einer größeren Krise war er krank geworden und musste auf Reha. Dort wurde er voll versorgt, verlor deshalb finanzielle Zuschüsse und konnte plötzlich seine Miete nicht mehr bezahlen. Er hatte Angst die Wohnung zu verlieren, war psychisch angeschlagen und traute sich nicht zu den zuständigen Behörden zu gehen.
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„Ich habe anfangs vor allem zugehört. Und dann haben wir einen Plan gemacht, wie es weitergehen könnte“, erinnert sich Rossoll. Die 65-jährige Mutter von zwei Kindern hat früher in einem Sportzentrum gearbeitet und wollte in ihrer Pension ehrenamtlich arbeiten. Seit 2015 ist sie beim Roten Kreuz aktiv und hilft seit einem Jahr als Sozialbegleiterin Menschen, ihr Leben aus eigener Kraft wieder in den Griff zu kriegen. Der Fall zeigt, wie man mit relativ wenig Aufwand einem Menschen wirklich helfen kann.

Seit 2015 gibt es die freiwilligen Sozialbegleiter_innen beim Roten Kreuz. Auch mit Hilfe von Sponsoren wie Land Rover wurde das Projekt auf sechs Bundesländer ausgeweitet. In Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, Steiermark und Kärnten sind 388 Freiwillige für Menschen da, die in ihrem Leben vor Problemen stehen. Ziel ist es, ihnen mit regelmäßigen Treffen Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, Kontakte zu Hilfsangeboten zu vermitteln oder sie bei Behördengängen zu begleiten.
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Monika Wild, Leiterin des Bereichs Einsatz & Gesundheit
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„Die Menschen haben in ihrem Leben immer mehr auf einmal zu bewältigen. Oft genügt schon ein kleiner Anlass, um sie aus der Bahn zu werfen“, sagt Monika Wild, Leiterin des Bereichs Einsatz und Gesundheit beim Österreichischen Roten Kreuz. „Die Hilfe von Sozialbegleiter_innen anzubieten hat sich in der Praxis bewährt. Wir wollen das Angebot weiter ausbauen und stärker mit anderen Hilfsdiensten des Roten Kreuzes verschränken.“

Beim Erstgespräch mit Herrn G. im Mai 2018 wurden konkrete Ziele und ein fixer Zeitrahmen vereinbart. Aus der Spontanhilfe des Roten Kreuzes erhielt der Mann einmalig Lebensmittelgutscheine, weil er nur mehr wenig aß. „Ich kann auf Essen verzichten“, sagte er zu Rossoll: „Ich kann auf alles verzichten. Aber ich darf meine Wohnung nicht verlieren.“ Eine Zeit lang war er obdachlos gewesen. Das wollte er nicht noch einmal durchmachen.

Dann der nächste Termin. Behörden-Besuche. Einen ganzen Vormittag lang. Krankenkasse, Pensionsversicherung, Wohnungsamt, Sozialamt. Herr G. hatte nicht nur angenehme Erfahrungen mit Amtsbesuchen gemacht.

Auf dem Weg ins nächste Amtsgebäude bedankte sich Herr G. immer wieder, dass sie als fremde Person, die ihn nie zuvor gesehen hatte, so viel Zeit für ihn aufwende. „Es war offenbar eine neue Erfahrung für ihn, dass jemand ohne Wenn und Aber etwas für ihn tut.“ Das gab ihm Selbstvertrauen. Und das Gefühl der Überforderung sank.
Monika Wild, Leiterin des Bereichs Einsatz & Gesundheit
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Die Ausbildung zur Sozialbegleiterin bzw. zum Sozialbegleiter dauert drei Tage. Wichtig ist immer die Maxime: Hilfe zur Selbsthilfe geben. Eine Zusammenarbeit darf nicht länger als sechs Monate dauern. Über jeden Kontakt wird Protokoll geführt. Auch Abgrenzung ist wichtig. Sozialbegleiter_innen sind nicht dazu da, die Probleme der Menschen alleine zu lösen, sondern helfen ihren Klient_innen dabei, die Herausforderungen aus eigener Kraft zu bewältigen.

Inhaltlich geht es in mehr als 90 Prozent der Fälle um Probleme mit Finanzen und der Lebenssituation, etwa 15 Prozent haben mit der Familie zu tun, der Rest betrifft Probleme am Arbeitsplatz, psychische Beschwerden und die Pflege von Angehörigen. Steigenden Betreuungsbedarf gibt es unter Asylwerbern, in der Schuldnerberatung und bei Fragen zur Mindestsicherung.

Was eine gute Sozialbegleiterin ausmacht? „Man muss die Menschen mögen“, sagt Rossoll. „Und jeden so nehmen, wie er ist. Viel reden, viel zuhören. Und dem Gegenüber das Gefühl geben, dass man einander auf Augenhöhe begegnet.“ Klingt einfach. Für viele Menschen wird sich das dennoch wie eine große Herausforderung anhören.
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Beim Abschlussgespräch mit Herrn G. im Juni herrschte eine sehr positive Stimmung. Bereits nach einem Monat Betreuungszeit – statt der vereinbarten drei – waren alle gemeinsam vereinbarten Ziele erreicht. „Er hat sich tausendmal bedankt. Für mich war es auch ein großes Erfolgserlebnis.“

Der Mann war überzeugt davon, bald eine Arbeit finden zu können. Wie es ihm heute geht? „Ich gehe davon aus, dass er es geschafft hat“, sagt Rossoll. „Ich habe ihm angeboten, dass er sich bei Problemen jederzeit wieder an das Rote Kreuz wenden kann. Bis heute hab ich nichts von ihm gehört.“
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Sommercamps

Leise Musik, Lachen und gedämpfte Gespräche sind zu hören, Gäste in Abendkleidung nippen an bunten Drinks, an den Tischen wird gelacht und gespielt.
Die Jetons sind Zuckerln, die bunten Drinks, die man gegen gewonnene Zuckerln eintauschen kann, sind Fruchtsaft und das „Casino“ ist der festlich dekorierte Aufenthaltsraum des Rotkreuz-Hauses „Debeli Rtič“ in Ankaran in Slowenien.

25 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14
Jahren sind zu Gast. Sie verbringen gemeinsam mit
Freundinnen und Freunden zwei Wochen am Meer mit
Spielen, Schwimmen und Ausflügen. Zwei unbeschwerte
Wochen, die so anders für sie sind als der Rest des
Jahres, denn jede und jeder von ihnen hat einen schwer
kranken Elternteil. Viele müssen bei der Pflege mithelfen
oder Geschwister betreuen und alle leben mit der
täglichen Sorge.
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Campleiterin Trici Gschanes
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„Die Angst ist immer da. Das stresst. Meine Freunde zu Hause begreifen oft nicht, warum ich manchmal plötzlich wütend oder traurig bin, ich will auch nicht immer darüber reden. An anderen Tagen kommt es wieder vor, dass ich fast ein schlechtes Gewissen habe, wenn ich einfach einmal Spaß hab. Für mich ist hier die totale Erholung, weil alle verstehen, wie es mir geht. Das ist eine Erleichterung“, bringt es die 14-jährige Karo auf den Punkt, als sie am Abend mit der Campleiterin zusammensitzt.

Die Campleiterin heißt Beatrice Gschanes, oder Trici, wie sie lieber genannt wird. Die 33-Jährige erzählt, dass es oft Gespräche am Abend sind, bei denen die Kids sich öffnen und ihre Sorgen mit ihr oder anderen Kindern teilen – ganz ohne Druck und dann, wenn es für sie passt. „Natürlich ist auch für psychologische Betreuung gesorgt“, erzählt Trici, „aber meist sind die Gespräche unter den Kids oder mit einer Bezugsperson am hilfreichsten. Das Gefühl, dass sie einfach mal sie selbst sein dürfen und nicht ‚anders‘ sind, ist das Geheimrezept all unserer Sommercamps – und wahrscheinlich der Grund, warum die meisten im nächsten Sommer wiederkommen.“

Mehr als 40.000 Kinder und Jugendliche gibt es inÖsterreich, die sich um ein krankes Familienmitglied kümmern: Eltern, Geschwister oder Großeltern, die an einer chronischen körperlichen oder psychischen Krankheit leiden und auf Unterstützung und Betreuung angewiesen sind. Die Kinder werden von Beratungsstellen, Lehrer_innen oder Krankenhäusern an die Sommercamps vermittelt, die durch die Unterstützung von Sponsoren, Krankenkassen oder durch Spenden für alle leistbar sind.
Campleiterin Trici Gschanes
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Trici war als Kind selbst Teilnehmerin in den Sommercamps, in denen Kinder mit geistiger oder körperlicher Behinderung gemeinsam mit Gleichaltrigen einfach einen unbeschwerten Sommerurlaub genießen konnten.

„In der Schule wurde das damals noch nicht so gelebt, aber in den Sommerferien standen Spaß und Gemeinschaft im Vordergrund, und nicht was wer kann oder nicht kann. Das hat mit sehr gefallen und meine Berufswahl beeinflusst. Ich war erst Hilfsbetreuerin und dann Betreuerin in den Sommercamps und habe diese Liebe zur Arbeit mit Kindern auch zum Beruf gemacht.“

Trici ist mittlerweile Volksschullehrerin mit Sonderschulausbildung. Aber die Sommercamps sind für sie immer noch ein Fixtermin. Genauso wie Samstagnacht. Da macht sie regelmäßig Dienst als freiwillige Sanitäterin und Einsatzfahrerin.
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„Ein Sommer ohne Sommercamp ist für mich einfach irgendwie kein richtiger Sommer“ lacht die energiegeladene Steirerin, und bringt ihre Motivation so auf den Punkt:

„Die Arbeit mit Kindern, die in einem schwierigen Umfeld aufwachsen, ist anstrengend aber auch befriedigend.
Es ist ein geniales Gefühl, wenn Kinder mir über wichtige Schritte in ihrem Leben Nachrichten schicken. Wenn sie auch noch mitfahren möchten, nachdem ein Elternteil verstorben ist. Wenn Jugendliche, die schon längst zu alt für das ‚Juniorcamp‘ sind uns alle Jahre wieder beim Zwischenstopp in Kärnten auf der Raststation treffen, damit der Kontakt nicht abreißt. Und wenn Jahr für Jahr neue Kinder in diese Gruppe aufgenommen werden, sich öffnen und uns ihr Vertrauen schenken können. Wenn ich spüre, dass die Kinder ganz gelöst und unbeschwert sein können - das entschädigt mich für alle Anstrengung.“
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